Pressebericht aus der RNZ

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RNZ Magazin Nr. 44 | 22./23. Februar 2014
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Gutes aus der Region
Was macht eigentlich das Weingut Heitlinger in Tiefenbach?

Warum in die Ferne schweifen? Rind und Schwein aus Sinsheim, geräucherten Fisch aus Wildwimmersbach, Zicklein aus Nußloch, Milchprodukte aus Hüttenthal im Odenwald, Brot aus Edingen-Neckarhausen – die Metropolregion gibt genügend gute Produkte her, um seinen Gästen ein verlockendes Angebot machen zu können, sagt Cyriacus W. Schultze, Geschäftsführer des Tiefenbacher Weinguts und Restaurants Heitlinger. Der Mann, der den Job vor einem Jahr übernahm, hat einschlägige Erfahrungen mit guten Lebensmitteln in der Region gemacht. Er vertrat lange Jahre Slow Food Rhein-Neckar und war in der Gastronomie und in der Wein- und Nahrungsmittelbranche tätig. Schultze setzt auf Qualität.

Das Weingut, das nach Jahren des Eigentümerwechsels wieder im ruhigen Fahrwasser angekommen ist und mit der Unternehmerfamilie Heinz Heiler ohnehin einen innovativen Weg geht, hat viel vor. Heiler ist Eigentümer von Heitlinger und dem Weingut Burg Ravensburg. Demnächst kommt zum bestehenden Restaurant ein Hotel dazu und das Restaurant im dazu gehörenden „Baden Golf- und Country Club“ wird in der letzten Februarwoche zum Steakhouse „County Grill“. Das Hotel „Heitlinger Hof“ wird 32 Zimmer und Suiten, Konferenzräume, einen Wellnessbereich sowie eine Weinbar und eine Vinothek haben, außerdem einen Blick auf Golfplatz und Weinberge bieten. Die Eröffnung ist für September vorgesehen.

Schon vergangene Woche eröffnet das Weingut mit einem Prominenten der Gourmetszene eine neue Reihe: Stefan Steinheuer, der laut Gault Millau „eines der weltbesten Restaurants“ betreibt, kam mit seiner Küchencrew von der Ahr nach Tiefenbach und verband seine Zwei- Sterne-Küche mit den Heitlinger-Weinen. Er wähle den Wein nicht nach den Speisen aus, sondern koche „auf die Weine zu“, wie er sagte.

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Zwei-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer und Geschäftsführer Cyriacus Schultze

 

Dass die Truppe des eigenen Restaurants auf ordentlichem Niveau durchaus mithalten kann, hat Küchenchef Jürgen Hanser im vergangenen Jahr bewiesen, als Prince Charles zu einer Tagung auf Schloss Langenburg weilte. Bekocht wurde der Thronfolger von Hanser und einigen Sterneköchen. Verantwortlich war Eckart Witzigmann. Demnächst, deutet Schultze an, könnte eine schöne gastronomische Auszeichnung ins Haus stehen.

Wenn Cyriacus Schultze in der Region auf Einkaufstour geht, dann soll das nach Möglichkeit im Umkreis von 50 Kilometern sein. Da kommen die alten Prinzipien des Slow Food-Anhängers durch, wonach Regionalität und Saisonalität der Maßstab sind.

Rolf Kienle

 

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